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St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt

 

Gästebuch

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Jakobsweg von Madrid nach Sahagun

09.10.2013 Uhr Gunter gunter.schild@gmx.de

Wir gingen Ende September / Anfang Oktober den Jakobsweg zwischen Madrid und Sahagun. Dies kann ich außerordentlich empfehlen. Wir trafen während der ganzen 12 Tage nur 2 Pilger, so dass es - auch angesichts der oft sehr weiten Landschaft - optimale Möglichkeiten zur Besinnung gab.


Pilgern ab 60 (4)

17.06.2013 Uhr Renate und Jürgen renjue@t-online.de

Pilgern ab 60 (4)

Am 12.05.2013 standen wir wieder auf dem Jakobsweg in Auxerre. Die nächsten 20 km am Kanal der Yonne entlang, bis Cravant werden im Buch „wie ein Sonntag im Mai“ bezeichnet. Sie sind es auch. Leicht zu laufen geht es in einer schönen Landschaft voran. Anders dann hinter Cravant. Gleich hinter dem Ort muss man einen fast zugewachsenen Weg steil bergauf. Oben zeigen die Jakobsschilder zum Glück, dass man richtig war. Der Weg ist gleichzeitig der GR654. Kommt man weiter, kann man einen Abstecher zu den Grotten von Arcy machen.
Wir sahen heute die zierliche Pilgerin wieder, so Mitte 50, aus den Niederlanden, die wir gestern schon gesehen hatten und liefen eine halbe Stunde gemeinsam. Wegen eines Unfalls kann sie nicht schwer tragen. Ihr Ehemann begleitete sie deshalb mit einem Wohnmobil.
Vor Asquins kommt dann für jeden Pilger ein besonderer Moment. Man sieht das erste Mal in der Ferne auf einer Anhöhe die riesige Basilika von Vèzelay. Waren es vor 1000 Jahren die Gebeine von Maria Magdalena, 200 Jahre später dass 100.000 Mann-Heer des zweiten Kreuzzuges, welches hier lagerte, heute wieder neue Reliquien von Marie Magdalena oder einfach nur dieses grandiose Bauwerk, es gibt vieles, was dem Ort diese große Bedeutung gibt. Und dann beginnt hier einer der 4 wichtigsten Jakobswege nach Saint-Jean-Pied-de-Port, die 940 km lange Via Lemovicensis. In der nächsten Stunde waren noch 4 km und 150m Höhe zu überwinden und wir standen vor dem alten Stadttor von Vèzelay. Der Ort hat sich noch viel von seinem alten Charme bewahrt. Man kommt dann schnell zur Basilika. Wir waren so von den Eindrücken eingenommen, dass wir sogar den Stempel für unsere Pilgerpässe vergaßen. Also noch einmal zur Basilika zurück. Die freundliche Madame wollte erst einmal einige Daten für die Statistik von uns haben. Die Frage nach dem Ziel in diesem Jahr war eigentlich nicht zu beantworten. Wir hatten dieses Ziel selber noch nicht festgelegt. Dann hat sie uns mehrfach Saint-Jean-Pied-de-Port, fast schon bittend, in den Mund gelegt. Na ja, so haben wir uns geeinigt, dass sie das Kreuz dort machen soll. Wir hatten in Vézelay etwas Mühe, die nächste Übernachtung in Bazoches-du-Morvan reservieren zu lassen. Die einzige Möglichkeit im Buch, ein Chambre d`hôtes, hatte sich etwas schwer getan. Vor Ort gab es dann noch weitere Übernachtungsmöglichkeiten, was wir aber nicht wussten. Davon ein Restaurant mit Zimmer direkt an der Straße, mit recht preiswertem Essen. Zurück zum Tag. Erst einmal durften wir stundenlag im Regen laufen, bis wir am Tagesziel ankamen. Dort war niemand zu sehen, dafür ein Zettel an der Tür mit Text auf Französisch, u.a. mit unserem Namen. Wir hatten absolut keine Ahnung, was darauf stand. Eine Nebentür am Haus war nicht verschlossen. Also die Rucksäcke hinein gestellt und zum Mairie wegen des Stempels gelaufen. Den Zettel hatten wir mitgenommen, aber Mademoiselle sprach kein Englisch und Deutsch erst recht nicht. Eine herbeigerufene Kollegin half in Englisch weiter. Es war keine Absage. Und es stand drauf, dass wir im Haus die Treppe hinauf zu den Zimmern gehen sollten. An einer Tür wäre ein Zettel mit unserem Namen, dies war unser Zimmer. Wer die französische Sprache ein wenig beherrscht, ist also schon im Vorteil.
Weiter ging es in den nächsten Tagen nach, Corbigny, Champallement, Prèmery und Guerigny, wir sind im-mer noch in der Bourgogne. Auf dem Weg nach Guerigny hatte es wieder viel geregnet. Eine einzige Bushal-testelle gab es unterwegs, wo wir trocken rasten konnten. Und genau hier holte uns Dries ein. So Anfang 20, mit vollem Gepäck kam er aus Belgien und hatte über 1000 km hinter sich. Er wollte bis Compostela durch-laufen. Wir liefen eine Weile miteinander, dann war er wieder schneller. Morgen werden wir in Nevers sein. Nevers ist eine Stadt an der Loire und hat neben der Kathedrale und dem Palais Ducal noch andere Sehenswürdigkeiten. Die wohl Wichtigste ist das Kloster St. Gildard. Hier können Pilger auch übernachten. Wir wurden bald nach der Ankunft gefragt, ob wir denn schon bei der Bernadette waren. Waren wir noch nicht, weil wir die Zusammenhänge noch nicht kannten. Bernadette, besser gesagt die Heilige Bernadette war das einfache Bauernmädchen, der in Lourdes 1858 mehrfach die Gottesmutter Maria erschienen war. Seitdem entspring dort eine Quelle, der Heilkräfte zugeschrieben werden und zehntausende Besucher jedes Jahr hinzieht. 1866 ging Bernadette nach Nevers zu den Barmherzigen Schwestern in dieses Kloster St. Gildard. 1879 starb sie mit nur 35 Jahren und wurde hier beigesetzt. Nachdem man Jahre später gesehen hatte, dass ihr Leib nicht verwest war, liegt sie heute in einem gläsernen Sarg in der Kirche des Klosters. Das freie Gesicht und die Hände sind mit einer Wachsschicht konserviert und geben ihr das Aussehen wie zu ihrer Todeszeit. Soweit das Sachliche. Jeder aber, der vor ihr steht, ist wohl berührt, wenn nicht sogar ergriffen, dieser gewesenen Person so nahe zu sein.
Am nächsten Tag waren wir in Saint-Parize-le-Chatel in einem Refuge pélerin prive angemeldet, sollten aber nicht vor 17:00 Uhr eintreffen. Das bedeutete, nicht zu früh aufzubrechen. Also sind wir noch einmal in Ruhe zur Saint Bernadette gegangen. Gegen 10:30 Uhr ging´s dann los. Das Wetter war gut, leider nur anfangs. Schon vor der Rennstrecke Magny Cours fing es an zu regnen. Fast hätten wir es noch einigermaßen geschafft, wenn wir nicht den ausgeschilderten Jakobsweg genommen hätten. Anfangs geschottert und noch gut laufbar ging er in einen Rasenweg und dann in einen Feldweg über. Der war dann auch noch in voller Breite immer mal wieder überflutet. Der Regen wurde stärker und kam 45° von der Seite. Triefend kamen wir bei Monsier Chapek an. Er sprach weder Englisch noch Deutsch, nahm uns wortlos den Pilgerstab ab und deutete auf unsere nassen und dreckigen Schuhe. Selbstverständlich hätten wir sie auch selbst gleich hinter der Tür ausgezogen. Ein bisschen auf „alternativ“ gepolt war er durch und durch Jakobsweg-Anhänger. Menschen wie ihm ist es zu verdanken, dass der Jakobsweg seit Vézelay sehr gut ausgeschildert ist. Er zeigte uns unser Zimmer und ging dann wortlos in die Küche um Gemüse vorzubereiten. Jürgen machte ihm in Zeichensprache klar, dass er mit helfen wollte. Wortlos bekam er ein Messer und dann wurde das vegetarische Abendessen zu zweit vorbereitet. Später kam Madame Chapek von der Arbeit und sie sprach Englisch. Es passte zu den Beiden, dass sie sich von ihrem Jakobsweg aus Spanien einen ausgesetzten Hundewelpen mitgenommen hatten. Er heißt deshalb auch „Camino“.

Am nächsten Tag verließen wir die Bourgogne und erreichten bei Le Veurdre an der Allier die Region Auvergne. Die Landschaft ist abwechselungsreich und schön, die Sonne schien wieder.
In Charenton-du-Cher erwartete uns in einem fast herrschaftlichen Gebäude Madame Mativon in ihrer privaten Pilgerherberge. Sie ist eine herzliche Frau und wir konnten am Abend bei ihr das letzte Mal auf dieser Etappe die französische Küche genießen. Es war unser vorletzter Tag.
Am nächsten Tag hatten wir Saint-Amand-Montrond erreicht und weitere 254 km lagen auf unserem Jakobsweg hinter uns. Jetzt ging es zurück und wir machen erst einmal Sommerpause.

Viele Grüße von Renate und Jürgen


Wegzustand nach der Flut

16.06.2013 Uhr Susanne Herweg susanne.herweg@gmx.de

Hallo,
ich möchte den Weg gerne im Juli gehen, bin mir aber ob des Deichbruches bei Fischbeck und der damit verbundenen Überflutungen nun unsicher, ob es Sinn macht. Auch sonst im weiteren Verlauf dürfte in Elbnähe nicht alles beim Alten sein. Können die Organisatoren vielleicht mal eine 'Statusmeldung' dazu hier posten?

Lieben Gruß
S. Herweg
S. Herweg

*** Kommentar:
Hallo Frau Herweg, wie schon auf der Homepage vermeldet, ist der Weg im nördlichen Teil bis ungefähr Egeln nicht begehbar, ausgenommen das direkte Stadtgebiet von Stendal.Auch im südlichen Abschnitt ab Eisleben müssen Sie mit Einschränkungen rechnen.


Von Magdeburg nach Eisleben

18.05.2013 Uhr K. Jacob jacob_privat@web.de

Anfang Mai bin ich wieder auf dem St. Jakobusweg gepilgert - 10 Tage sammeln von Glücksmomenten ;-)

Auch wenn die Beschilderung teilweise nicht vorhanden war, mein Kartenmaterial dürftig und die Wegbeschreibung (pdf-Datei) nicht immer ganz nachzuvollziehen war, bin ich doch jeden Tag gut an meinem Ziel angekommen.

Hier noch ein paar Hinweise zu Unterkünften:
Ich habe sehr gut Quartier u.a. im Randauer Predigerwitwenhaus (bei Magdeburg), in der Zimmervermietung Ertl in Eickendorf (Gemeinde Bördeland), bei Gästezimmer Brunner in Ballenstedt und im 'Grünen Röckchen' in Harkerode gefunden. Die Pension in Schwanebeck existiert nicht mehr! Das Planteurhaus in Walbeck ist im Pilgerhandbuch leider sehr versteckt als Herberge angegeben.

Schön war auch, das mir aktive und Pilger außer Dienst begegnet sind.

Danke allen, die diesen Weg möglich machen!
Und denen die ihn gehen, eine gesegnete Zeit!

Herzliche Grüße
K. Jacob aus Sachsen


Pilgern ab 60 (3)

07.05.2013 Uhr Renate und Jürgen renjue@t-online.de

Vom Frühling war Ende März noch nichts zu sehen, trotzdem rief der Jakobsweg so laut, dass wir die Rucksäcke gepackt haben.
Im Herbst 2012 endete der Jakobsweg für uns in Toul in Frankreich. Also ging es von hier weiter. Nachts Temperaturen unter Null und tagsüber nicht viel mehr, was aber mit dem Zwiebelsystem unserer Kleidung gut auszuhalten war.
Noch einmal zurück nach Toul. Die Kathedrale war dieses Mal geöffnet. Wenn auch ein wenig sanierungs- bedürftig lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Gleich daneben gibt es das office de tourisme und hier eine sehr nette Angestellte, die ursprünglich aus Deutschland kommt. Sie spricht also gut deutsch und half gerne bei der Organisation von Übernachtungen. Nur bei einer war nichts zu machen. Darauf kommen wir gleich nochmal einmal zurück.
Am nächsten Tag lag die Strecke nach Vaucouleurs vor uns. Der OUTDOOR Reiseführer Jakobsweg Trier – Vézelay empfiehlt für die ersten 8 km die Fahrstraßen. Viel schöner dagegen ist die Strecke am Kanal entlang. Die nette Madame aus dem office hatte die auch empfohlen. Dann ging es durch die Natur. Da ist ein Stück dabei, wo es auf einen steilen, ausgefahrenen Weg den Berg hoch geht. Das ist wirklich der Jakobsweg. Für die letzten 7 km bis Vaucouleurs muss man dann aber doch auf der Straße laufen.
Vaucouleurs ist bekannt durch Jean d’Arc, die in ganz Frankreich hoch verehrt wird. 24 km von ihrem Heimatort entfernt, bekam sie hier in Vaucouleurs vom Stadtkommandanten ein paar Soldaten mit und begann ihren Kampf gegen die Engländer.
Tip: Mademoiselle Natalie im hiesigen office de tourisme spricht gut englisch, was hilfreich sein kann.
Die nächste Tagesetappe ging nach Domrémy-la-Pucelle, dem Heimatort von Jean d’Arc und sehr schön an der Meuse (Maas) entlang.
Wir sind hier in der Region Lorraine (Lothringen)
An diesem Tag haben wir unterwegs in Taillancourt das erste Waschhaus kennengelernt. Das ist ein kleines Gebäude mit einem flachen Wasserbecken und fließendem Wasser aus einem Bach. Der Fußboden aus großen, glatten Natursteinplatten. Oben ein rustikales Dachgebälk mit Dachziegeln. Das Ganze sehr liebevoll erhalten.
Hinter Domrémy-la-Pucelle aber warten 47 km Weg bis Joinville auf den Pilger. Zwar kommt nach 26 km der Ort Cirfontaines-en-Ornois auf dieser Strecke, wo es nach dem Reiseführer eine Möglichkeit zur Übernachtung gib. Doch bei dieser Madame Suc hatte sich die nette Angestellte aus Toul die Zähne ausgebissen. „Sie vermiete nur wochenweise“ hieß es.
Wir sind dann von Domrémy nach Gondrecourt-le-Chateau gelaufen, was aber einige Mehr-Kilometer bedeutet. 2 km hinter Domrémy dann ein Wasserlauf, vielleicht 5 m breit, 20 cm tief, bei 0°C Lufttemperatur heute Morgen. Keine Brücke, kein Steg. Das stand ja so auch im Reiseführer. Also jetzt 2 km zurück und ein paar weitere Mehr-Kilometer in Kauf nehmen oder Schuhe und Strümpfe aus und die Hosen hochgekrempelt. Die Entscheidung fiel nicht schwer, es waren ja nur 5 Meter und die Füße hatten das kalte Wasser schnell vergessen.
In Gondrecourt öffnete eine nette ältere Dame die Tür. Der große Hausflur hinter ihr frisch gebohnert und auf Hochglanz poliert. Sie stellte uns mit französischem Redeschwall zwei Stühle hin. Natürlich haben wir nichts verstanden, aber nach kurzer Überlegung konnte es nur bedeuten, dass wir gleich hier unsere Schuhe ausziehen möchten. Das haben wir gerne gemacht, zumal danach das Zimmer und am anderen Morgen das Frühstück sehr gut waren.
Joinville ist dann ein etwas größerer Ort. Hier gibt es einiges zu sehen und man kann gut einkaufen.
Dahinter kommt wieder eine sportliche Tagesetappe von 38 km. Das ist zu viel für uns. Wieder mit einigen zusätzlichen Kilometern haben wir zwei Tagesetappen daraus gemacht. Am ersten Tag eine große Strecke an einem Kanal entlang bis Froncles / Vignory zu einem Hotel am Bahnhof. Am zweiten Tag ging es über Vignory, wo es wieder ein schönes Waschhaus gibt, nach Colombey-les-Deux-Eglises. Hier hat übrigens Charles de Gaulle gelebt und auch seine letzte Ruhestätte gefunden.
Am nächsten Tag waren nur 13 km zu laufen, dafür erwartet uns ein besonderer Ort - Clairvaux. Das ehemalige Kloster der Zisterzienser ist Mutterkloster vieler weiterer Klöster und wurde durch Bernard von Clairvaux gegründet. Sein Name ist auch eng mit dem Zweiten Kreuzzug ab 1147 verbunden.
Am nächsten Tag, auf dem Weg nach Essoyes, hatten wir eine bemerkenswerte Begegnung. An einem Weinberg hielt ein älterer Franzose sein Auto neben uns an. Sofort fragte er uns begeistert nach „unserem Jakobsweg“ aus. Über das ganze Gesicht strahlend fragte er Jürgen „englisch?“ Jürgen: „a little bit“. Daraufhin nahm er unsere Hände, schüttelte sie und wollte sie kaum mehr loslassen. Jürgen trägt einem Hut, den er in Australien gekauft und getragen hat, und er hat uns wohl für Engländer gehalten und nicht, ob wir englisch verstehen.
Hier waren wir jetzt übrigens in der Champagne-Ardenne .
Nach Les Riceys gestern kamen wir heute in einer netten Jugendherberge in Etourvy an. Ein Angestellter erwartete uns. Wir waren ja angemeldet. Er zeigte uns das Zimmer und dann im Nebengebäude die Küche. Auf dem Tisch standen eine größere und eine kleine Karaffe mit Rotwein, dazu ein paar Baguettes. Im Kühlschrank dann die ganze Palette an Essen, die man sich für ein gutes Abendessen und Frühstück vorstellen kann. Alles drei mal. „Es kommt noch jemand dazu“ Dann gab er uns die Schlüssel und verschwand. Dafür kam Djortsch, wie er sich vorstellte. Er wird sicher Georg oder so ähnlich geschrieben. Ein 61jähriger aus Belgien und er sprach leidlich deutsch. So erfuhren wir, dass er seit dem Tod seiner Frau vor ein paar Jahren den Plan hat, den Jakobsweg zu laufen. In den letzten 23 Tagen waren es schon 650 km und es sollte bis Santiago de Compostela weitergehen. Nur, Georg wollte von Vézelay nach Le Puy laufen, wo jemand auf ihn wartete und dann zusammen nach Saint-Jean-Pied-de-Port und weiter nach Compostela. Wer sich ein wenig mit den Jakobswegen auskennt, der weiß, dass da nochmal fast 200 km dazu kommen.
Für uns ging es weiter nach Tonnerre. Beim Mairie, also dem Bürgermeister, gibt es die schönsten Stempel, also erst einmal dorthin. „Bonjour Mademoiselle, je voudrais une tampon, s´il vous plaît“, das Ganze schön langsam, damit sie nicht denkt, dass wir französisch sprechen können.
Am nächsten Tag lag der Weg nach Chablis vor uns; auch eine schöne Weingegend.
Inzwischen laufen wir in der Region Bourgogne (Burgund).
Dann kam der letzte Tag und wir hatten Auxerre erreicht, 50 Kilometer vor Vézelay.
Es ging jetzt zurück nach Magdeburg und wir freuen uns schon auf die nächste Tour, noch im Mai dieses Jahres.
Viele Grüße von Renate und Jürgen

*** Kommentar:
danke für diesen interessanten Beitrag!


PilgerGARTEN

26.12.2012 Uhr Timo, Franz, Ines timo_bergmann77@web.de

'Der Garten gibt uns Kraft zum Weitergehen!', so berichteten es uns Pilgergäste.
Um auch allen Anderen diese Kraft zu geben, möchte ich Sie recht herzlich in unseren Garten einladen, damit auch Sie Kraft schöpfen können.

Wo:
Direkt am Pilgerweg - Naumburg, Ortsteil Großjena


Jakobusweg

06.12.2012 Uhr Kristian
http://www.chemkrist.de

Guten Tag! Ich habe gerade etwas im Internet recherchiert auf uf der Suche nach Informationen zum St. Jakobus Pilgerweg. Dabei bin ich auf Ihre Website aufmerksam geworden. Vielen Dank für die zahlreichen interessanten Informationen. Weiter so! Viele Grüße, Kristian


Super

31.10.2012 Uhr Hans hans1@aol.com
http://getslim.de/goji-beere

Hallo! Auf der Suche nach Informationen nach dem St. Jakobus Pilgerweg bin ich heute auf Ihre Website aufmerksam geworden. Die Seite gefällt mir wirklich sehr gut. Vielen Dank für die zahlreichen interessanten Informationen. Viele Grüße aus Berlin, Hans


Pilgern ab 60 (2.)

18.10.2012 Uhr Renate und Jürgen Adamek renjue@t-online.de

Heute wieder ein kurzer Bericht von unserer letzten Etappe auf dem Jakobsweg. Echternach in Luxemburg war letztens erreicht, also ging es dort auch wieder los. Man soll es am ersten Tag nicht übertreiben, zumal dies der Anfahrtstag von Magdeburg war, hatten wir uns gesagt. Also nur 6 Kilometer am Nachmittag auf einem wunderschönen Weg an der Sauer entlang. Das nächste Tagesziel war dann Trier. Über Trier braucht man wohl nicht viel schreiben. Das ist eine so wunderbare Stadt, dass man sie einfach gesehen haben sollte. Der alte ehrwürdige Dom, die Porta Nigra, die Konstantinsbasilika, ebenfalls um 300 erbaut, sind ein Muß. In der Dominformation gibt es den Pilgerstempel und gute Übernachtungsadressen.
Die nächsten Tage bis zur französischen Grenzen brachten uns Begegnungen und Gespräche mit ehemaligen Jakobspilgern und vielen Menschen, die sich für unseren Jakobsweg interessierten. Noch schöner waren die Gespräche in den Herbergen und Privatunterkünften.
Der Weg geht an Zeugnissen der Römerzeit vorbei, oder auch auf Römerstraßen entlang. In jedem Ort gibt es ein Kirche, auch mit einer Bank zum Ausruhen. Ein besonders schöner Platz ist die Rehlinger Kirche, die an einem aufgegebenen Ort liegt. Gleich daneben eine kleinen Quelle und ein Geländer, an dem ein Pilgerhut, die Kalebasse und die Jakobsmuschel aus Bronze hängen. Im Boden ist eine Bronzeplatte mit der Zahl 1.970 km !!! für die Entfernung nach Santiago eingelassen.
Dann war Perl erreicht. Gleich daneben der Ort Schengen, wieder in Luxemburg. Ja der Ort, wo der EU-Vertrag über die Reisefreiheit gemacht wurde. Zwei Kilometer hinter Perl beginnt Frankreich.
Jetzt begann unser Sprachenproblem. Wir sprechen beide kein Französisch. Wir haben vorher wochenlang geübt, aber ohne messbaren Erfolg. Vorbereitet waren zwei A4-Seiten mit Worten und wichtigen Sätzen und ganz wichtig: die Aussprache dazu. Abgelesen hat es so manchen „Lacher“ eingebracht. Zur Liste noch Freundlichkeit sowie Hände und Füße eingesetzt sind wir bis jetzt über jede Klippe gekommen.
Höhepunkte waren jetzt die Städte Metz und Toul. Nancy hatten wir aus Zeitgründen links liegen gelassen. Lange ging es an der Moselle oder ihren Kanälen entlang. Und auch hier wieder die Begegnungen unterwegs, besonders mit älteren Menschen, die noch deutsch sprachen. Zweimal hielten Franzosen im Auto an, die uns Wege suchend sahen, und sie halfen uns auf den rechten Weg, wenn man das so sagen darf.
Nach 224km hatten wir Toul erreicht. Jetzt freuen uns auf das Frühjahr 2013, in dem es weiter gehen soll.
Unsere Berichte laufen ja unter der Überschrift „Pilgern ab 60“. Wir sind inzwischen 63 und 65 Jahre alt, und hatten vor dem Start auf den Jakobsweg keine Wandererfahrung. Allerdings gingen und gehen wir regelmäßig in den Parks und an der schönen Elbe in Magdeburg spazieren. Also, Altersgruppe, traut Euch!
Renate und Jürgen


übersichtliche Homepage

28.09.2012 Uhr jim monertonjim@yahoo.com
http://www.danskespilleautomater.org/

Hallo,

das ist eine sehr schöne und übersichtliche Homepage, die ich gerne und bald mal wieder besuchen werde.

Liebe Grüße

Empfehlenswerte Literatur: 

wanderführer
Wanderführer

Titelfoto
Pilgerhandbuch

Tagungsband

 


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