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St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt

 

Pilgerschaft in der Gegenwart

Pilger am Wasser Pilgernde gehen gegen den Trend: sie sind langsam, sie gehen durch schöne aber auch durch öde, müde machende Landschaften. Sie suchen nicht nur die Höhepunkte einer Region, sondern durchpilgern sie, wie sie eben ist. Der Pilger ist Gast für eine kurze Zeit. Pilger haben oft wenig Geld, sie sind angewiesen auf die Gastfreundschaft und die uneigennützige Unterstützung der Menschen am Wege.

Und trotzdem: Pilgern liegt auch im Trend. Pilgernde lehren uns nicht nur ein langsames sondern auch ein einfaches Reisen. Wer ist ein Pilger, eine Pilgerin? Pilgernde sind aufgebrochen, um ein Ziel zu erreichen. Mit dem äußeren Ziel Santiago de Compostela verbinden sich häufig innere Ziele: die Suche nach Ruhe, nach Orientierung, nach Einfachheit, nach Einsamkeit, nach einer besonderen Herausforderung, die Suche nach Sinn und die Suche nach Spiritualität. Die Pilgerschaft gibt Kraft und braucht Kraft, sie verlangt nach dem Mut des Aufbruchs und gibt Mut Neue zu beginnen. Die Pilgerschaft ist ein Geheimnis, das kaum mit anderen Erfahrungen zu vergleichen ist.

Viele Pilgernde legen den Weg nach Santiago de Compostela in Etappen verteilt über mehrere Jahre zurück. Manche aber verabschieden sich für ein halbes oder ein ganzes Jahr und gehen auf Pilgerschaft. Sicher ist eines: sie werden verändert zurückkommen. Sie machen unterwegs Erfahrungen mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit Gott, die sie bewegen und die sie wachsen lassen. Ein Pilgerweg lehrt Geduld. Der Pilger ist ausgesetzt: dem Wetter und dem Wegezustand, er ist angewiesen auf Gesundheit, auf Gastfreundschaft, auf richtige Auskünfte.

Der Jakobus-Pilgerweg erlebt in den letzten 20 Jahren eine kräftige Renaissance: wurden 1987 ca. 3.000 ankommende Pilger in Santiago de Compostela gezählt, waren es im Jahre 2003 ca. 74.000 aus allen Ländern der Erde. 1987 wurde der Jakobspilgerweg vom Europäischen Rat zum ersten Europäischen Kulturweg erklärt.

Die Pilgerschaft nach Santiago de Compostela ist anerkannt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Pferd/ Esel. Die meisten Pilger kommen jedoch zu Fuß.

Pilgerwege liegen insgesamt im Trend und werden zu verschiedenen Themen und Anlässen erforscht, und neu errichtet.

So gibt es den Pilgerpfad der heiligen Elisabeth von Thüringen von Eisenach nach Marburg, den Klosterpilgerpfad von Loccum (Niedersachsen) zum ehemaligen Mutterkloster Volkenroda (Thüringen), es gibt den Ökumenischen Pilgerweg „Via Regia“, die historische Fernhandelsstrasse von Kiew nach Brügge bzw. Santiago de Compostela. Dazu sind in den vergangenen 20 Jahren auch völlig neue Pilgerwege entstanden, dadurch, dass Menschen sich auf den Weg gemacht haben: im Zeichen der Versöhnung und um für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Die St. Jakobusgesellschaft hat das historische Magdeburger Pilgerzeichen Hl. Mauritius aus Zinn nachgegossen. Es wurde von Zinnfiguren-Offizin in Güntersberge hergestellt. http://www.zinnmueller.de/ .

Es kann  über das Kontaktformular bestellt werden. Es ist mit oder ohne Broschennadel lieferbar. Preis: 5 € plus Versandkosten

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Empfehlenswerte Literatur: 

wanderführer
Wanderführer

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Pilgerhandbuch


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