zum Inhalt

St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt

 

Der Verein: Die Initiatoren des Weges

Wer engagiert sich mit welchem Anliegen für einen Pilgerweg durch Sachsen-Anhalt? Der St. Jakobus Pilgerweg Sachsen-Anhalt ist ein Kooperationsvorhaben, an dem das Land Sachsen-Anhalt, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, die Evangelische Landeskirche Anhalts, das Bistum Magdeburg, der Gebirgs- und Wanderverein Sachsen-Anhalt e.V. und die Fränkische St. Jakobusgesellschaft beteiligt sind.

Wie kommt es, dass hier, in dieser gegenwärtig atheistisch geprägten Region mit einem Pilgerweg Traditionen und Praktiken aufleuchten, die längst abgestorben schienen? Die Jakobuswege in Süd- und Westdeutschland sind in den vergangenen Jahren durch die dortigen Jakobusgesellschaften gut erforscht und ausgebaut worden. Von der fränkischen Jakobusgesellschaft ging der Wunsch und die Anregung aus, den Weg aus Berlin nach Santiago de Compostela anzuschließen. Ein ehrgeiziges Unterfangen. Und so machten sich die Jakobsbrüder aus dem fränkischen auf den Weg und suchten quasi- entgegen der Richtung nach Santiago de Compostela den Anschluss übers Thüringische- Sachsen-anhaltinische und dann ins Brandenburgische zu bauen. Schnell haben sie Unterstützung in den Ministerien, den Kirchen und bei Vereinen gefunden, die dann gemeinsam dieses Vorhaben umgesetzt haben.

Im Jahre 2005 wurde der Weg aus der Taufe gehoben und zur Pflege und Unterhaltung die St. Jakobus-Gesellschaft Sachsen-Anhalt gegründet.

Hier stellt sich der Vorstand vor: 


Pfarrer Sebastian Bartsch, Präsident, Hettstedt

Pfarrer Sebastian Bartsch (Jg. 1964, Köthen)
Wer in einer St. Jakobskirche getauft und konfirmiert wurde und dann Pfarrer an einer St. Jakobikirche ist, kommt kaum an diesem ökumenischen Heiligen, der uns im Neuen Testament begegnet, vorbei. Schon in meiner Jugend habe ich mich mit den Legenden und der Pilgerschaft im Namen des Heiligen Jakobus beschäftigt. Die ersten Pilgererfahrungen sammelte ich auf dem Camino nach Santiago de Compostela und bin seit dem ökumenisch unterwegs, so auch als Pilger zum Berg Athos/Griechenland. Für mich ist die Frage spannend, wo wir in unserem Alltag noch die Begegnung mit dem Kontemplativen finden. Ich erlebe dabei, die Pilgerfahrt zu den Orten, die schon unsere Vorväter- und Mütter besucht haben, kann uns den Blick dafür wieder schärfen und schenkt uns Kontakte zu den Menschen und darin zu Gott.

Kontakt: Sebastian Bartsch, Kirchplatz 3, 06333 Hettstedt, www.st-jakobi-hettstedt.de, E-Mail: St.JakobiHET@t-online.de, Tel/FAX 03476-812410


Pfarrer Christian Vornewald, Vizepräsident, Blankenburg

Pfarrer Christian Vornewald Kontakt: Christian Vornewald, Helsunger Str. 40, 38889 Blankenburg, Tel: 03944-2310, Mail: vornewald@st-josef-blankenburg.de


Pfarrer Roland Jourdan, Beuster (Altmark)

Pfarrer Jourdan Seit meiner Wanderung im Frühjahr 2002 auf dem spanischen Jakobsweg von den Pyrenäen nach Santiago de Compostela bin ich dem Pilgern und seiner Geschichte eng verbunden. Besonders fasziniert mich die Verbindung von Unterwegs-Sein, der Gemeinschaft der Pilgerinnen und Pilger und dem Kennenlernen von Kultur und Architektur am Wege. In der Jugendzeit in meiner Heimatgemeinde bei Frankfurt am Main - einer Waldensergründung - bei den Christlichen Pfadfindern aktiv, war das Pilgern so eine konsequente Weiterführung des Gedankens, dass wir als Kirche "wanderndes Gottesvolk" sind. Zudem gibt uns Christinnen und Christen in ökumenischer Verbundenheit Pilgern als ein "Beten mit den Füßen" die Möglichkeit, frühe Traditionen des "Auf-dem-Wege-Seins" wiederzuentdecken, wie sie z.B. von den iro-schottischen Missionaren im frühen Mittelalters gelebt wurden.
In unserem Kirchenkreis Stendal setze ich mich in Wort und Bild dafür ein, dass das Pilgern und die Jakobswege durch Europa bekannter werden. Als Vertreter der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen im Vorstand der St. Jakobus-Gesellschaft möchte ich in der Zukunft meine vielfältigen Erfahrungen auf dem Pilgerpfad in Spanien und Frankreich einbringen.

Kontakt: Roland Jourdan, Tel: 039397-97461


Willi Kraning, (Kath. Priester, Jahrgang 1931), Magdeburg

Willi Kraning 2001 wurde ich gebeten, die geistliche Begleitung einer Pilgergruppe auf dem Weg nach Santiago de Compostella zu übernehmen. Seitdem weiß ich, wie viel physische Kraft der Weg braucht, mehr noch wie viel geistliche Kraft er gibt.

Bei dem Versuch, in Magdeburg alle zusammenzuführen, die ganz oder teilweise den Weg zum Grab des hl Jakobus gepilgert sind, stieß ich zu der Arbeitsgruppe „St. Jakobus- Pilgerwege in Sachsen-Anhalt“. Die Gründung einer eigenen Jakobus-Gesellschaft für unser Bundesland war ein folgerichtiger Schritt, das Pilgern in Sachsen-Anhalt und weiter auf dem Weg nach Santiagode Compostella zu verlebendigen. Als Vertreter des Bistums Magdeburg arbeite ich im Vorstand der Jakobus-Gesellschaft mit.

Die alte christliche Tradition bewegt mich immer wieder, im gemächlichen und zugleich zielbewusstem Schreiten in der Selbstfindung und in der Gotteserfahrung zu wachsen. So entstand die Idee des Samstagspilgerns. Hier erkunden wir in einzelnen Tagesetappen – meist an Sonnabenden – den Jakobus-Pilgerweg quer durch Sachsen-Anhalt (im Jahr 2008 auch darüber hinaus).

„Geh unbeschwert. Lass los. Nimm ins Gepäck die Sehnsucht nur und Gottvertauen“

Kontakt: Willi Kraning, 39179 Barleben, Abendstr. 17, Tel: 039203-61815


Dieter Beinlich, Schönebeck

Dieter Beinlich Vorstand

Kontakt: 39218 Schönebeck, Warschauer Str. 14, Tel: 0171-7275816
E-mail: dieter.beinlich@plischka.de


Nachruf auf Dr. Rainer Schulz, Schatzmeister, Wernigerode

Empfehlenswerte Literatur: 

wanderführer
Wanderführer

Titelfoto
Pilgerhandbuch


Pilgerausweis
Pilgerausweis beantragen


neues Pilgerzeichen

Pilgerzeichen


Sie möchten unsere Arbeit unterstützen?
Mitglied werden
Spenden


 

© St. Jakobus Gesellschaft Sachsen-Anhalt e.V.
© Webdesign, CMS, Hosting: Internetagentur LILAC-media Halle